Steigende Rettungsdiensteinsätze - weniger Blutspender

Veröffentlicht am 10.04.2017
untere Reihe von links: Andrea Lindholz 2. stellv. Vorsitzende, Michael Rückert KGF, Klaus Herzog 1. stellv. Vorsitzender. Zweite Reihe von links: Florian Geis Bergwacht, Tanja Thoma Kreiswasserwacht, Markus Köhler Kreisbereitschaftsleitung, ganz rechts Jürgen Neuhaus stellvertretende Schatzmeister. Oben von links: Dr. Hans Heuberger Chefarzt, Udo Hammer Kreiswasserwacht, Dominik Straßer Kreisbereitschaftsleitung.

BRK-Kreisverband stellt den Jahresbericht 2016 vor

 

Aschaffenburg, 31.03.2017

 

Im Bereich der Rettungsdiensteinsätze steigen die Zahlen bei gleichzeitig sinkenden Blutspenderzahlen, so Kreisgeschäftsführer Michael Rückert auf der Bilanz-Presskonferenz des BRK-Kreisverbandes Aschaffenburg.

 

Gemeinsam mit Landrat Dr. Ulrich Reuter, Oberbürgermeister Klaus Herzog und der Bundestagsabgeordneten Andrea Lindholz blickte der Kreisgeschäftsführer auf das umfangreiche Zahlenwerk des vergangenen Jahres zurück.

 

Im Rahmen der alle vier Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung sei Anfang März auch der Kreisvorstand des Kreisverbandes neu gewählt worden. Dabei wurden Landrat Ulrich Reuter als Vorsitzender, Oberbürgermeister Klaus Herzog als 1. Stellvertreter und Bundestagsabgeordnete Andrea Lindholz als 2. stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Dr. Hans Neuberger übt weiterhin die Funktion des Chefarztes aus und wird durch Martin Otremba vertreten. Auch Marc Faust übt weiter das Amt des Justiziars aus. Neu in die Vorstandschaft wurde Hartmut Ackermann als Schatzmeister gewählt, der durch Jürgen Neuhaus vertreten wird. Ergänzt wird die Vorstandschaft unter anderem durch weitere Vertreter aus den Gemeinschaften und berufene Persönlichkeiten.

 

Nach dem Bericht Rückerts zähle der Kreisverband insgesamt 14.144 Mitglieder. Hiervon engagieren sich neben 8.774 Fördermitgliedern 1.004 Frauen und Männer ehrenamtlich in den 25 Rot-Kreuz-Bereitschaften, 33 in der Bergwacht, 364 in den acht Jugendrotkreuzgruppen und 3.227 in den 15 Wasserwachtortsgruppen.

 

Im Kreisverband selbst sind 322 Mitarbeiter beschäftigt, davon 111 Hauptamtliche und 33 Frauen und Männer im Bundesfreiwilligendienst und im Freiwilligen Sozialen Jahr. Neben den zwölf Verwaltungsmitarbeitern in der Geschäftsstelle liegt der Schwerpunkt im Rettungsdienst (96 Mitarbeiter), den Fahr- und Schulbusdiensten (169), sowie den sozialen Angeboten (39), wie beispielsweise der Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, Hausnotruf  und den Jugend- und Seniorenaktivitäten.

 

Eine stolze Zahl konnte der Kreisgeschäftsführer im ehrenamtlichen Bereich präsentieren. In den verschiedenen Gemeinschaften und Sondereinheiten wurden im vergangenen rund 175.000 Stunden abgeleistet. Neben dem G7-Gipfel in Elmau, dem Hochwasser in Niederbayern und dem Amoklauf in München waren die Aschaffenburger Helfer zuletzt bei der Evakuierung wegen einer Bombenentschärfung in Augsburg im Dezember im Einsatz.

Auch der öffentlich rechtliche Rettungsdienst werde durch die freiwilligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Gemeinschaften unterstützt. So waren in 2016 insgesamt 27 Einsätze der Wasserwachten, 49 Einsätze im Bergwachtbereich, 107 Einsätze der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst und 207 Helfer vor Ort-Einsätze zu verzeichnen. Insgesamt summierten sich dabei 21.612 Stunden.

 

Rückläufig waren im vergangenen Jahr die Blutspenderzahlen. Bei 119 im Kreisgebiet durchgeführten Blutspenden wurden 13.228 Spender erfasst, 547 weniger als im Vorjahr. In Stadt und Landkreis Aschaffenburg spendeten etwa 7,11 Prozent der Bevölkerung. Im Vergleich seien es im Landkreis Hassberge 13,95 Prozent.

 

Im öffentlich rechtlichen Rettungsdienst mit seinen Standorten Aschaffenburg, Alzenau, Schöllkrippen und Sailauf führt die die Statistik insgesamt 28.789 Einsätze (Vorjahr: 28.094) und eine Steigerung von 2,5 Prozent auf. Dabei wurden bei 11.915 Krankentransporten, 2.534 Notfalleinsätzen und 4.165 Notarzteinsätzen insgesamt 836.233 Kilometer zurückgelegt.

 

Breit gefächert sind auch die weiteren Leistungsdaten des Kreisverbandes. Beispielsweise besuchten 10.974 Menschen die 743 Seminare der Breitenausbildung mit Erste-Hilfe und Sanitätslehrgängen. In der offenen Jugendsozialarbeit waren 5.960 Besucher, bei der Fachstelle bürgerschaftliches Engagement WABE 163 Vermittlungen und 3.426 Beratungen, im Hausnotruf 4.621 Notrufe, beim Essen auf Rädern 17.938 Essenslieferungen oder 20.593 Hausbesuche in der ambulanten Pflege zu verzeichnen.

 

Die Arbeiten und Dienstleistungen auf hohem Niveau wurden erst letzte Woche durch die externe Begutachtung, vom 20.03.-22.03.2017 und erneute Vergabe des QM Sigel DIN 9001:2008 bestätigt.

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